Faszination Unterengadin

LAGE/FRAKTIONEN
Ardez (1470m) liegt etwas über der Engadinstrasse oberhalb der Innschlucht am Eingang ins Val Tasna.
1975 wurde es als eines der ersten Dörfer der Schweiz vom Schweizer Heimatschutz mit dem Wakkerpreis für beispielhaften Ortsschutz ausgezeichnet.
1978 wurde die Umfahrungsstrasse eröffnet und das Dorf vom Verkehr entlastet.
Fraktionen: Bos-cha (1660m), Weiler auf einer Hangterrasse ob Ardez und Sur En (1469m), Weiler auf der anderen Innseite.
                                                                                                                       
TYPISCHES: Häuser, Brunnen, Sgraffito...
Das Dorf, dessen wunderschöne Häuser grösstenteils aus dem 17. Jh. stammen und
mit faszinierenden Sgraffiti und schönen Erkern auffallen, kann man nur auf einem ausgedehnten Rundgang wirklich entdecken.
Manche Dorfbrunnen sind kunstvolle kleine «Bauwerke». Früher wurden sie von den Dorffrauen zum Wäsche waschen benutzt, dienten als Kühler, waren Wasserlieferant und Treffpunkt für Gespräche mit Dorfbewohnern - manches sind sie heute noch.

                                                                                                                        
RUND UM'S DORF
Am Dorfrand auf dem Burghügel thront die Ruine der Burg Steinsberg, welche im 15. Jahrhundert von Feinden niedergebrannt wurde. Seither ist sie nicht mehr neu aufgebaut worden. Sie ist ein herrlicher Aussichtspunkt und frei zugänglich.
Etwas darunter befinden sich die Mauerreste der einstigen St. Luzius-Kapelle.

Das unter der Burg liegende Naturschutzgebiet «Craista» mit dem Biotop «il Lai» ist u.a. Lebensraum interessanter Kleintiere und weist wie die ganze Umgebung des Dorfes eine interessante Pflanzenvielfalt auf.

Oberhalb des Dorfes am Natursträsschen Richtung Val Tasna und Ftan befinden sich die Ruinen eines Gebäudes der ehemaligen Fraktion Chanoua.

Am Rande des Naturschutzgebietes steht ein ehemaliger Kalk-Ziegelbrennofen, welcher bis ca. 1920 in Betrieb war und gesichert wurde zur Erhaltung.

Geschichtlich weiter zurück gehen die «Hexenplatten» (Schalensteine) an der Strasse von Ardez nach Bos-cha, welche aus urgeschichtlicher Zeit stammen. Von Menschen sind runde Vertiefungen eingearbeitet worden; was für einen Zweck sie hatten, ist bis heute unklar (Infotafel bei den Steinen).

Abendteuerlich in der Innschlucht unterhalb Craista: die Hängebrücke über den Inn am Wanderweg Ardez-Aschera-Valatscha-Chaposch-Fontana-Tarasp.

Ardez ist Ausgangspunkt vieler Wanderungen und Bergtouren mit Gipfelzielen:
› auf der Via Engiadina talauf- und abwärts
› ins Val Tasna
› zur Chamanna Cler
› auf die Aussichtskuppe Crap Putér
› ins Val Sampuoir
› im Tal Richtung Lavin oder Tarasp
› reizvolle Winterwanderwege Richtung Ftan, Munt und Bos-cha

GALERIE: IM UND UM'S DORF IM WANDEL DER JAHRESZEITEN