Faszination Unterengadin
LAGE/VERLAUF
Von Lavin (1412m) vorbei an den Alpen Lavinuoz Dadoura und d'Immez in Nordrichtung bis auf einen ebenen Talboden (2023m) mit der Chamanna Marangun.
Danach weiter auf eine Zwischenstufe namens Las Maisas am Fusse von Silvrettagipfeln wie Piz Chapütschin, Piz Tiatscha, Piz Filiana und Verstanclahorn.
Übergangsmöglichkeiten:
› Alp d'Immez - Chamanna Bescher - Val Tuoi - Guarda (od. Chamanna Tuoi)
› Chamanna Marangun - las Maisas - Fuorcla Zadrell - Vereina Berghaus - Klosters
› Chamanna Marangun - las Maisas - Fuorcla d'Anschatscha - Val Tuoi
ZUGANGSROUTEN
Ausgangspunkt: Lavin
Variante 1: Lavin - Alp Dadoura - Alp d'Immez - Chamanna Marangun
mit Abkürzung Bergweg oder via Plattuns (Teil der Via Engiadina)
Variante 2: Lavin - Charnadüras - Alp Dadoura - Alp d'Immez - Chamanna Marangun
Höhendifferenz Lavin (1412m) - Chamanna Marangun (2023m): total 611m.
CHARAKTER/GEOLOGIE
Das Tal weist sehr vielfältige Landschaftsformen auf.
Während es im untersten Teil waldreich und schluchtartig ist, lockert sich vor der ersten Alp der Wald und immer mehr beherrschen Weiden, Sträucher, Zwergstrauchheiden und Legföhren das Landschaftsbild, vermischt mit einzelnen Lärchen. Und im Talboden die wilde, rauschende Ova da Lavinuoz.
Im flacheren Teil nach der Alp d'Immez wird es immer alpiner und ab Marangun dominieren Fels, Stein- und Schuttfluren.
Ab der Alp Dadoura bis zum ebenen Mittelteil ist im Sommer Weidegebiet.
Als typisches Hängetal mit Stufenmündungen ist es das Urbild einer alpinen Landschaft, das Resultat der einstigen Vergletscherung, welche das Tal wesentlich geprägt hat.
Übergeblieben aus dieser Zeit sind die Hängegletscher von Las Maisas und Tiatscha, welche den Talabschluss prägen.
Ihre beiden Auflüsse vereinen sich im ebenen Grund bei der Chamanna Marangun, welche auf einer Insel zwischen den beiden Gletscherflüssen steht.
Ab hier ist es die Ova da Lavinuoz, welche das Tal entwässert und bei Lavin in den Inn fliesst.
FLORA & FAUNA
In allen Talbereichen herrscht eine grosse und interessante Pflanzenvielfalt.
Im unteren Teil des Tales an den Sonnenhängen und Felsen erscheinen meist schon anfangs Mai die ersten Frühlingsblumen.
Wenn dann der Schnee im oberen Teil gewichen ist, verwandeln Schwefelanemonen, Enzian, Hahnenfusse die Hänge in einen Farbenteppich. Im Sommer sind es dann gelber Enzian, Weidenröschen, Eisenhut, Disteln, Flockenblumen etc., welche die Farbenpracht im Tal gestalten.
Bewohnt ist vor allem der mittlere und hintere Talteil - unter anderem von Steinböcken, Gämsen und Murmeltieren, welche sich zu gewissen Jahreszeiten oft aus der Nähe beobachten lassen.
Auch die Vielfalt an Schmetterlingen und vielen kleinen Vertretern aus der Insektenwelt ist spannend und lässt Beobachtungen mancher Art zu, wenn man mit offenen Augen das Tal erwandert.