Faszination Unterengadin
LAGE/VERLAUF
Das in mancher Hinsicht sehr spannende Tal gliedert sich in zwei Abschnitte:
von Resgia Plavna bis zur Mündung der Aua da Plavna in den Inn - die Fortsetzung des Tales - das Val Valatscha;
als Val Plavna verläuft es von Resgia Plavna in Südrichtung bis an die Schutthänge von Piz Foraz, Piz Murter und Piz Sampuoir - an den Rand des Nationalparks.
Übergangsmöglichkeiten:
› Alp Plavna - Fuorcla Val dal Botsch (2677m) - Val dal Botsch - Ofenpassstrasse (NP)
› Alp Plavna - Sur il Foss (2317m) - Val Mingér (NP) - Val S-charl (Mingérbrücke)
CHARAKTER/GEOLOGIE
Bezeichnend für das Tal ist der ebene Mittelteil, wo die Talwände steil zu wilden Gratformen ansteigen. Durch enge, steile Runsen und Spalten bewegt sich laufend Schutt und Gestein in den Talboden. Dieser trockene Abschnitt ist teilweise mit einsamen Föhren und Arven besetzt. Entstanden ist dieser
flache Schwemmboden durch Auffüllung von Sturzmassen und Geschiebe. Die Seitenbäche versickern in ihrem eigenen Schutt und Geröll.
Die hintere Westseite des Tales ist vom markanten Piz Plavna geprägt.
An vielen Stellen im Tal sind deutlich Spuren des Unwetters 2005 zu sehen.
Im Tal befinden sich zwei Alpen:
die Alp Laisch (1803m) im unteren Teil unter dem Crap Putér und die Alp Plavna (2076m) im Talgrund. Ein grosser Teil des Tales ist Weidegebiet.
Von ca. Mitte Juni bis anfangs September ist die Alp Plavna bewirtschaftet mit Einkehrmöglichkeit; die Alp Laisch in etwa derselben Zeit - sie bietet Getränke an.
ZUGANGSROUTE
Beim Parkplatz Plavna ob Fontana, wo sich auch ein alter Kalkofen befindet, führt ein Natursträsschen durch schönen Wald in das Tal hinein.
Nach ca. 20Min. Marschzeit zweigt ein Weg ab zur Fontana da Suolper hinunter, eine der natürlichen Mineralquellen im Raume Scuol-Tarasp. Ein Besuch lohnt sich, denn es präsentiert sich schön der grüne Serpentinit an den Hängen des Tales.
Mässig ansteigend nach ca. 1/2h Marschzeit erreicht man die Brücke über die Aua da Plavna bei Resgia, einer ehemaligen Sägerei.
Hier hat eine Schulklasse im Rahmen der Projektwoche ein Wasserspiel erstellt.
Für den Weiterweg hat man nun zwei Wegvarianten:
› den Bergweg im Talboden
› das Natursträsschen via Alp Laisch (ca. 20Min. länger)
die Wege vereinen sich auf Punkt 1833m wieder.
Marschzeit P Plavna - Alp Plavna: ca. 3.25h.
FLORA UND FAUNA
Wie alle Seitentäler hat auch das Val Plavna eine interessante Flora und so manches kann man im Tal bewundern. So beispielsweise auch das gewöhnliche Katzenpfötchen.
Im ganzen Talbereich trifft man auf verschiedene Schmetterlingsarten, doch in etwas kleinerer Vielfalt als in den Tälern auf der Silvrettaseite und den dortigen Sonnenhängen.