Faszination Unterengadin

LAGE/FRAKTIONEN
Ramosch (1230m) liegt etwas über der Engadinstrasse am Fusse des Piz Arina, am Eingang ins Val Sinestra und gehört zu den trockensten und wärmsten Regionen des Unterengadins. Von der einstigen Bedeutung als Kornkammer des Engadins zeugen die Terrassenlandschaften um das Dorf. Die Hänge wurden damals terrassiert zur Landgewinnung, zur leichteren Bearbeitung beim Ackerbau und für die Stabilisierung des Geländes. Heute sind sie verwachsen und bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.

Fraktionen von Ramosch sind Vnà (auf 1650m ob Ramosch), Seraplana und Raschvella.

DAS DORF UND SEINE UMGEBUNG
Ramosch gehört zu den ältesten Siedlungen im Unterengadin. Der letzte Grossbrand zerstörte es 1881 fast ganz und vieles musste neu aufgebaut werden. Dies geschah
wie damals üblich mit der Flachdachbauart.
Geht man aufmerksam durch's Dorf, stösst man jedoch auf den einen oder anderen architektonischen Zeugen aus früheren Zeiten.
Auch trifft man auf schmucke und interessante Dorfbrunnen, so wie jener auf dem Dorfplatz, aus welchem eisenhaltiges Wasser aus einer Quelle am Piz Arina fliesst.


Unversehrt blieb die Kirche San Flurin (hl. Florian), das Ergebnis zweier Kulturepochen. Der Turm ist im romanischen Stil und das Kirchenschiff 1522 im spätgotischen Stil vollendet worden.
In dieser Bauart ist sie die zweitgrösste im ganzen Kanton Graubünden.
Einst war das Dorf Wallfahrtsort und Kulturzentrum.

Ramosch liegt an der Senda Culturala und Vnà an der Via Engiadina.
                                                                                                                      

Ramosch's Wahrzeichen ist die Burgruine Tschanüff am südwestlichen Dorfrand über
der Branclaschlucht. Sie ist stark mit der Geschichte der Region verbunden und von besonderer Bedeutung. Auf dem Burghügel findet man eine spezielle Flora mit sehr seltenen Pflanzen.
Auf einer Informationstafel am Parkplatz an der Strasse Ramosch-Vnà vis à vis des Friedhofes erfährt man vieles zum Bau, Geschichte etc. und hat einen schönen Blick
von oben auf die Ruine hinunter.


Wandert man von Ramosch Richtung Tschlin über Motta, passiert man die Hügel La Motta Davocraista und Mottata.
Auf Mottata wurden Gegenstände aus der Eisen- und Bronzezeit gefunden, und im Walde nebenan kann man Reste einer uralten Festung entdecken - Beweise, dass die Gegend schon in frühester Zeit besiedelt war (die Festungsreste sind allerdings schwierig auszumachen).
La Motta Davocraista ist ein schöner Aussichtspunkt ins Tal und die Gipfel der linken Talseite, wie die Piz S-chalambert.


DIE FRAKTION VNA
Vnà ist durch eine gut ausgebaute Strasse mit Ramosch verbunden und liegt 400 Höhenmeter ob Ramosch. Wegen seiner Lage am Sonnenhang des Piz Arina hat es das mildeste Klima im ganzen Engadin.

2008 ist das ganze Dorf zum Hotel geworden - das «Hotel Vnà». Dies umfasst die Zimmer im Hotel Piz Tschütta und weitere im Dorf verteilt, welche Einheimische für Gäste anbieten. Das Piz Tschütta ist Begegnungsort mit kulturellen Anlässen geworden.
Weitere Infos auf: Hotel Vnà

Das Dorf als Wörterbuch: Romanisch und andere Sprachen lernen beim Dorfrundgang; an vielen Häusern sind Tafeln mit Ausdrücken in deutsch-romanisch-englisch-italienisch angebracht.

Auch Vnà besitzt ein kleines Museum, welches das Leben und Schaffen im Dorf zeigt.
Öffnungszeiten: Juni bis September - Sonntag von 15.30 bis 18.00 Uhr.

Eine Augenweide im Dorf sind die wunderschönen alten Häuser mit wunderschönen Sgraffito-Verzierungen und Erker.

Ramosch-Vnà ist idealer Ausgangsort für Wanderungen oder Bergtouren wie
› ins Val Sinestra nach Zuort und Griosch
› vom Val Sinestra ins Val Lavér und über die Fuorcla Champatsch nach Scuol
› von Vnà auf den Piz Arina (verschiedene Wegvarianten)
› von Vnà via Griosch, Val Fenga zur Heidelbergerhütte
› auf der Via Engiadina Richtung Sent oder Tschlin
› auf dem Innuferweg von der Brancla-Mündung bis zur Brücke bei Resgia mit vielfältiger,
   interessanter Flora und weiter auf der anderen Innseite
   in dieser Uferlandschaft nach Ramosch unter den Felsen von Pazza kommt man an
   einem romantischen Teich und einem ehemaligen Kalkbrennofen vorbei.

Ramosch und Vnà sind auch durch einen interessanten Wanderweg verbunden - Sommer und Winter.
In der kalten Jahreszeit bieten sich diverse herrliche Wanderwege, einer der schönsten ist derjenige nach Zuort.
Auch besteht ein Schlittelweg von Vnà nach Ramosch.

GALERIE: IM UND UM'S DORF IM WANDEL DER JAHRESZEITEN