Faszination Unterengadin

LAGE/VERLAUF
Das Tal liegt gegenüber Ardez auf der anderen Innseite und zieht sich in Südrichtung
bis an den Fuss von Piz Sampuoir und Piz Laschadurella, wo auch die Aua da Sampuoir entspringt. Sie mündet kurz vor der Brücke (Strasse nach Sur En) in den Inn.

Übergangsmöglichkeiten:
› Plan Surröven (2256m) - Fuorcla Stragliavita (2687m) - Val Laschadura - Ofenpass-
  strasse
› Gravas - Fuorcla Laschadurellas - Val Laschadura - Ofenpassstrasse (bis Val Lascha-
  dura unmarkiert, teilweise Wegspur)

ZUGANGSROUTE
Zwischen der Innbrücke unterhalb Ardez und Sur En zweigt eine Naturstrasse ab Richtung Alp Sursass und Alp Sampuoir.
Weitere Route: nach dem Tunnel in der Kehre Bergweg (Abkürzung), welcher oben wieder auf das Strässchen kommt. Dieses führt weiter bis zur Alp Sampuoir.
Danach markierter Bergweg nach Plan Surröven oder unmarkiert im Talboden.
Höhendifferenzen: Innbrücke - Alp Sampuoir: ca. 600m
                              Alp Sampuoir - Plan Surröven: ca. 360m
Marschzeit Innbrücke - Alp Sampuoir: ca. 1.5h

CHARAKTER/GEOLOGIE
Das Tal ist vielfältig und im mittleren Teil Weidegebiet.
Der untere Teil ist waldreich und eng, danach folgen lockere Lärchenwälder und Weiden. Nach der Alp ist die Waldgrenze erreicht und es prägen Zwergstrauchheiden und Legföhrenhänge das Tal.
Beide Talseiten weisen steile Hänge auf, die eine Seite mit Schutt- und Steinhalden,
die andere mit Gras- und Strauchheiden.
Im Talgrund bei Gravas wird es alpiner und es dominieren Fels und Stein.

Die flachen Zwischenstufen im hinteren Tal rühren von der einstigen Vergletscherung her. Hier hat die Aua da Sampuoir viel Gestein und Geröll abgelagert. Zudem sind kleine Sumpfgebiete vorhanden mit spezieller Flora.

Auch hat sie einige Schluchten geschaffen und stellenweise recht wilden Charakter.

Nach der letzten Ebene führt eine Wegspur den Hang querend aufwärts bis zur Fuorcla Pedrus (2814m) - ein wegloser Übergang ins Val Plavna (nur für alpin-Erfahrene geeignet)

FLORA UND FAUNA
Das ganze Tal weist eine extrem vielfältige und interessante Pflanzenwelt auf. Unter anderem sind der blaue und gelbe Eisenhut hier heimisch.

Dies begünstigt eine artenreiche Insektenwelt, wovon die Vielzahl an Schmetterlingen auffällt.
Zudem sind im Mittelteil des Tales auch Murmeltiere zuhause - ihre Pfiffe hallen schön durch's Tal.

GALERIE Tal-Wanderroute