Faszination Unterengadin
LAGE/VERLAUF
Das auf Senter Boden liegende Tal verläuft von Plan da Mulign unterhalb Ramosch (1231m) bis nach Zuort und Griosch auf 1817m, wo sich das Tal in zwei Täler verzweigt: das Val Lavér und das Val Chöglias.
Übergangsmöglichkeiten:
› Val Chöglias - Alp Chöglias - Fimberpass (2106m) - Heidelbergerhütte
› Val Lavér - Fuorcla Champatsch (2830m)- Motta Naluns - Scuol
› Val Tiatscha - Fuorcla Maisas (2907m) - Samnaun.
ZUGANGSROUTEN
Variante 1, von Sent: Brücke unter Berghaus - Talweg - God Sot (zwei Hängebrücken)
- Zuort - und div. weitere Routen;
(im Sommer Zufahrtsstrasse bis Hotel Val Sinestra - Postautobetrieb).
Variante 2, von Vnà: Naturstrasse via Prà San Peder nach Griosch und Zuort
(oder direkt nach Zuort - Abzweigung markiert;
Variante 3, unter Vnà: Bergweg via God Sinestra - Hotel Val Sinestra - Zuort - Griosch
(ab Hotel Sinestra gleicher Weg wie Variante 1).
BESONDERHEITEN/CHARAKTER
Eine interessante Geschichte besitzt das seit über 100 Jahren bestehende Hotel Val Sinestra, welches einst ein Kurhaus war - heute ein Hotelbetrieb
besonderer Art in einem Tal mit wilder Natur und etwas mystischem Touch.
Die Mineralquellen im Tal waren es, die zum Bau dieses Hauses mit Kurangeboten führten. Seit den 70-er Jahren ist der Kurbetrieb eingestellt. Die Quellen beim Hotel fliessen heute in die Brancla.
Unterhalb davon, direkt an der Brancla, steht das Berghaus, welches noch im alten Stil
gehalten und auch im Winter geöffnet ist.
Zwischen dem Hotel Val Sinestra und Zuort bestehen seit 2006 drei Hängebrücken, welche die Talwanderung spannend machen. Sie wurden erstellt, weil bei den Unwettern im August 2005 die extrem angeschwollene Brancla in diesen Teilen des Tales manche Wege zerstört und das Bachbett verändert hat.
Zuhinterst im Tal, wo das Val Lavér einmündet, liegt der Hof Zuort mit bewegter Geschichte und dem gemütlichen Gasthaus - gut eine Stunde Wanderung vom Hotel Sinestra entfernt.
Weitere Infos auf: zuort.ch
Ein kleines Bijou findet man auch in Griosch an der Route Vnà-Val Chöglias:
das Gartenbeizli Tanna da Muntanella (Munggenäscht), welches von Doris Bertschinger und Chasper Mischol in den Sommermonaten geführt wird.

Ein auffallender Punkt im Tal sind die sich unterhalb Pra San Peder (östlich von Zuort) befindenden Gesteinstürme (Cluchèrs).
Durch jahrtausendelange Erosion sind aus Moränenmaterial diese Gebilde entstanden. Vom Talweg nach Zuort aus sind sie schön sichtbar.
FLORA
Das enge Tal begünstigt eine sehr abwechslungsreiche Flora und auch seltene, teilweise gefährdete Pflanzen gedeihen hier. Dazu gehört auch der Schwalbenwurzenzian.