Faszination Unterengadin

BERGBÄCHE im Unterengadin: extreme Lebensräume und Former der Landschaft

Durch die Kraft des fliessenden Wassers sind einerseits Bäche und Flüsse selbst entstanden, andererseits auch ihre Täler und Flussauen.
Unsere gesamte Landschaft wurde und wird permanent durch das fliessende Wasser geprägt und geformt. Dieser Prozess läuft aber in einem für uns kaum wahrnehmbaren Zeitraum ab.

 Bild:
 Die Clemgia im Val S-Charl unterhalb des Dorfes


 Im Unterengadin führen die zahlreichen Bergbäche aus den Seiten-
 tälern dem Inn je nach Jahres- oder Tageszeit mehr oder weniger
 Wasser und Material zu.

 Besonders zur Zeit der Schneeschmelze stürzen gewaltige Mengen
 an Wasser zu Tale und lassen den Inn anschwellen.
 Die Bergbäche selbst entspringen aus Quellen oder sind Gletscher-
 abflüsse - auch sie mit zufliessenden Seitenbächen.

 In den Tälern ist deutlich zu sehen, wie sehr die Bäche ihr Bett und
 das umliegende Ufergelände verändern und gestalten.

  Der Bergbach als Lebensraum für Tiere

  Wegen der starken Strömung ist der Bergbach nur für wenige Tierarten mit spe-
  ziellen Anpassungsfähigkeiten Lebensraum.
  Dazu gehören Fische, speziell die Bachforelle, welche die kühlen Oberläufe be-
  siedelt.
  Die Larven einer Netzflügelmückenart schaffen es mit Saugnäpfen und spazieren
  im reissenden Wasser über die glitschigen Steine. Andere nutzen den Strömungs-
  schatten von Steinen oder Totholz.
  Andere wiederum besitzen einen abgeflachten oder stromlinienförmigen Körper,
  was geringen Wasserwiderstand bewirkt.

  Variantenreichtum der Unterengadiner Bergbäche
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