Faszination Unterengadin

AUEN im Unterengadin: das Werk des Inn und seiner Seitenbäche

Was ist eine Flussaue?

Es ist die Landschaft entlang eines Flusses, welche vom wechselnden Hoch- und Niedrigwasser geprägt ist.
Die Struktur und der Lebensraum werden vom Fluss und bestimmt. Der Wechsel von Überflutung und Trockenzeiten macht Auen zu sehr dynamischen Lebensräumen mit unterschiedlichsten Bedingungen.
An den wechselhaften Lebensraum in einer Flusslandschaft hat sich eine reichhaltige Tier- und Pflanzengemeinschaft angepasst.

 Bild:
 Auenlandschaft unterhalb Strada mit Blick Richtung Martina


 Am natürlichen Fluss mit einer gesunden Dynamik ist alles in Bewegung:

 Das Wasser nagt an den Ufern, trägt Geschiebe und Steine weg,
 unterspült Bäume, türmt abgebrochene Äste zu Haufen auf.
 Bei Hochwasser tritt der Fluss über seine Ufer und überschwemmt
 das Umland. Sümpfe und Auenwälder entstehen.
 Ändert der Fluss zwischendurch seinen Lauf, entstehen Altarme,
 trockene Kies- und Sandbänke.

 Auenabschnitte am Inn

  Scuol - Pradella
      mehrere Kiesbänke mit Vegetation
  Wehr Pradella - Brücke Sur En
      meist enger Taleinschnitt, teilweise dringt Auenvegetation ins Bachbett vor
  Panas-ch/Resgia (unterhalb Ramosch)
      langer Uferbereich bei Mündung des Seitenarmes mit vielfältiger Flora;
      interessanter Mischauenwald bei der Kiesbank
  Brücke Sur En - Tramblai
      ausgedehnte Kiesflächen auf der Seite des Campings

  Brancla-Mündung - Brücke La Resgia
      durch Geschiebe der Brancla und Schutt von Fallun stellenweise Kiesbänke
  Brücke La Resgia - Brücke San Niclà
      grösste Sandbank des Unterengadins im Schutz einer Felswand;
      bei Laviner Grond Insel, welche meist zu Fuss erreichbar ist
  San Niclà - Strada
      Seit der Aufhebung des Kieswerkes gelungene Renaturierung → Infos
  Chaflur - Martina
      Kiesbänke verschwinden, da weniger Geschiebe (Ablagerung ob Chaflur)